Das ISDN-Netz wird in Deutschland bald Geschichte sein. Die Deutsche Telekom als einer der größten Telefonanbieter kappt ISDN bereits. Viele Unternehmen, die auf Voice over IP (VoIP) umgestellt haben, klagen seither über erhebliche Störungen und Ausfälle in der Telefonie und bei ISDN-basierten Datendiensten. Besonders betroffen ist die Faxkommunikation. Möglicherweise hat der Brief-Versand per Fax deshalb bald ausgedient.

Auslaufmodell ISDN

ISDN ist ein Auslaufmodell, denn in den kommenden Monaten werden alle Telekommunikationsanbieter ihre Anschlüsse auf die sogenannte IP-Technik umstellen. Der Grund: Während für den klassischen, leitungsvermittelten Telefondienst mit analoger oder ISDN-Technik ein dezentrales Netz von Telefonvermittlungsstellen betrieben werden musste, kann bei der IP-Telefonie die Technik an wenigen zentralen Stellen gebündelt werden. Dies bedeutet eine enorme Kostenersparnis für die Anbieter. Zudem lassen sich die frei werden den Kapazitäten in den Leitungen für DSL-Signale nutzen und dadurch die Reichweite bzw. Geschwindigkeit des Anschlusses steigern.

Verbindungen über das Internet-Protokoll

Bei einem IP-basierten Anschluss werden alle Verbindungen (Telefonieren, Surfen, Mailen, Faxen, Fernsehen) über das Internet-Protokoll (IP) aufgebaut. Man spricht deshalb auch von All IP. Die Vorteile bestehen nach Anbieter-Angaben im schnelleren Datenaustausch dank höherer Bandbreiten, höherer Effizienz dank vernetztem Arbeiten ohne Medienbrüche sowie in der verbesserten Erreichbarkeit dank einer einzigen Rufnummer. Ähnlich bei wie beim ISDN-Anschluss lassen sich - je nach gewähltem Tarif - aber auch mehrere Sprachkanäle und mehrere Rufnummern nutzen.

Zerstückelung in kleine Datenpakete

Bei Voice over IP wird die analoge Sprache in kleine Datenpakete zerlegt und zum Gesprächspartner über das Internet übermittelt. Beim Empfänger werden diese Pakete wieder zusammengesetzt und in analoge Sprache zurückgewandelt. Werden beim Telefonieren einzelne dieser kleinen Datenpakete nicht richtig übertragen, kommt es lediglich zu einem Knacken in der Leitung. Beim Faxversand jedoch kann bereits ein einzelner Übertragungsfehler dazu führen, dass die Verbindung abgebrochen wird oder unleserliche Faxe beim Empfänger ankommen.

Verlässliche Alternative gesucht

"Wir bekommen von den Kunden Rückmeldungen, dass sie zunehmend Probleme mit dem Fax haben: Abbrüche, schlechte Qualität und die Unsicherheit, ob beim Empfänger das Richtige oder überhaupt etwas angekommen ist - das alles macht Probleme". "Oft bleibt der versendenden Praxis nur die Möglichkeit, sich telefonisch abzusichern, dass das Fax übermittelt wurde. Es kann also passieren, dass ein Empfänger gar nicht mitbekommt, dass ein Kunde versucht hat, ihm ein Fax zu senden.

Datenschutzrechtlich bedenklich

Neben Unzuverlässigkeit und schlechter Lesbarkeit hat die Faxübermittlung einen weiteren entscheidenden Nachteil: Sie ist datenschutzrechtlich höchst bedenklich. Wie lässt sich etwa beim Faxversand von Patientendaten sicherstellen, dass wirklich nur der Empfänger selbst oder ausdrücklich dazu ermächtigte Dritte Kenntnis vom Inhalt des Schreibens erhalten? Dies gilt vor allem dann, wenn ärztliche Mitteilungen an den Patienten gefaxt werden, etwa an dessen Wohnung oder Arbeitsplatz. Und wo landet das Fax, wenn der Absender sich beim Eingeben der Faxnummer vertippt?

Bei Fragen, Problemen oder möglichen Alternativen kontaktieren Sie unseren Vertrieb unter Tel.02852-96970 gerne. Wir als kompetentes ITK Systemhaus stehen seit über 20 Jahren Tag für Tag im Dialog und Vor Ort Service mit unseren Kunden und wollen gerne auch unsere Erfahrung im Bereich Kommunikationslösungen und Netzwerktechnik für Klein- und Mittelstandskunden direkt an Sie weitergeben.

 

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